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"Aber Irgendöpis Zwüschedine"

Dachs

Mittwoch, 29. März , 20 Uhr

Preis: CHF 22.– / CHF 18.–*

Vorverkauf: Tickets sichern

* Mitglieder Kulturverein Werkstatt Chur, Studierende

"Aber Irgendöpis Zwüschedine"

Am Freitag 21. Oktober 2022 erscheinte mit «Aber Irgendöpis Zwüschedine» das dritte Album, welches Basil Kehl mit seinem ausgeklügelten Kopfstimmen-Pop als Dachs veröffentlicht.

«Dachs? Das waren doch die mit dem Beat Breu Song, oder?» Genau. 5 Tage vor dem ersten Lockdown 2020 stand Beat Breu gemeinsam mit Dachs auf der Bühne des prall gefüllten Palace St.Gallen. Der bühnenerprobte Breu bedankte sich bei der Band und eroberte damit die Herzen des Publikums: «I fühl mi natürli geehrt, dass mer en Song gwidmet wird und i zunere Legende werd wo no läbä. Da isch jo no schö.»

Nach zweieinhalb Jahren gefühlter Stille, grüsst Dachs erneut freundlich: «Sibäschlöfer schlofsch du no? S’wär ez langsam Zit zum wieder usecho.» Das sind die ersten Zeilen, welche auf dem neuen Album zu hören sind. Es scheint offensichtlich, dass der Song auch die postpandemischen Anfangsschwierigkeiten der Kulturbranche besingt. Gemütlich und schön warm sei es im monatelang eingerichteten Nestchen geworden. Auf der Suche nach «mitternächtlichen Wunden» sei niemand mehr. Ob Basil Kehl, Ende zwanzig, damit auch meint, dass seine Altersgenossen für so viele Geburten wie seit 50 Jahren nicht mehr verantwortlich sind, bleibt offen. Doch klar ist, dass es beim Weiterhören des Albums gemütlich und warm bleibt. Zumindest musikalisch. Denn alles was kratzt und zerrt, versteckt sich vor allem in den Texten.

In astreinem St.Galler-Dialekt werden Geschichten erzählt, die Abgründe offenbaren. Was sich durch das Album hindurchzieht, ist das Berichten von eigenen Fehlern oder die Beichte. Und ab und zu kommt Verborgenes von alleine zum Vorschein. Der vermeintlich perfekten Anfangsverliebtheit in «Kino Tiffany», steht das Verheimlichen der Zugehörigkeit zur evangelikalen Freikirche ICF im Weg.

«Ez macht alles Sinn, ez macht alles Sinn, wel i ha di a dem Sunntigmorgä gseh. Vorem Kino Tiffany, s’isch mol e Kino gsi, ez isch’s e’n’Aquarium und du schwimmsch au döt drin.»